Eltern-Kind-Vorsorge neu. Teil VII: Potenziale einer elektronische Umsetzung
Projektbearbeitung: Stefan Mathis-Edenhofer
Laufzeit: Mai 2011 - März 2012
Publikation: HTA-Projektbericht Nr. 054: https://eprints.aihta.at/948
Vorgeschlagen von (bzw. Auftraggeber): Bundesministerium für Gesundheit
Sprache: Deutsch
Hintergrund:
Das Ziel des vorangehenden ersten Projektjahres „Eltern-Kind-Vorsorge neu“ war, eine erste Entscheidungsunterstützung für eine Neuorientierung in der Eltern-Kind-Vorsorge in Österreich zu erarbeiten. In vier Teilberichten wurden epidemiologischer Daten zu Gesundheitsbedrohungen der Zielgruppe abgebildet (Teil I), internationale Screening- Policies dargestellt (Teil II) und die Finanzierungsstrukturen der derzeitigen Mutter-Kind-Vorsorge dargestellt (Teil III). Im zusammenfassenden Ergebnisbericht (Teil IV) wurde die elektronische Umsetzung der Datenerfassung und -auswertung als einer der kritischen Punkte bezüglich einer Neuorganisation der Eltern-Kind-Vorsorge identifiziert.
In Österreich wird die Eltern-Kind-Vorsorge derzeit mittels papierbasiertem Mutter-Kind-Pass organisiert/verwaltet. Ziel dieses Projektteils (Teil VII) ist es, wesentliche nationale und internationale Eltern-Kind-Vorsorgeinitiativen hinsichtlich ihrer Informationsverarbeitungs- und Kommunikationsprozesse zu analysieren und eine Realisierbarkeit als Teil der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) oder in alternativer Form zu prüfen.
Projektziele:
- Identifikation von Informationsverarbeitungs- und Kommunikations-Komponenten (IK-Komponenten)* in einer ‚neuen’ Eltern-Kind-Vorsorge (Auf Basis der Projektberichte Teil I-IV, sowie ergänzt durch eine Auswahl an nationalen und internationalen „elektronischen“ Eltern-Kind-Initiativen)
- Prüfung der Eignung auf Umsetzbarkeit der identifizierten IK-Komponenten als Teil von ELGA oder in alternativer Form
- Darstellung von Umsetzungsmöglichkeiten/-hürden
Forschungsfragen:
Welche möglichen Aktivitäten (Leistungen innerhalb verschiedener Versorgungsszenarien) bzw. Inhalte (strategische Zielsetzungen, Strukturvorgaben, Anreizsysteme Evaluationsprogramme) umfasst eine ‚neue’ Eltern-Kind-Vorsorge, wie sie in den Vorprojekten (Teil I bis IV) skizziert wurde?Welche internationalen‚ elektronischen Eltern-Kind-Initiativen können identifiziert werden? Welche IK-Komponenten* sind in der ‚neuen’ Eltern-Kind-Vorsorge enthalten?Welche allgemeinen Möglichkeiten bietet ELGA für die Implementierung von IK-Komponenten (im Speziellen für Vorsorgeleistungen)? Welche der identifizierten IK-Komponenten aus Eltern-Kind-Initiativen können potenziell als Teil von ELGA geführt werden und wo sind welche Alternativen in Erwägung zu ziehen?Welche Herausforderungen (Vorbedingungen, Hürden, Risiken, Nutzenevaluation) existieren für die Implementierung von IK-Komponenten der ‚neuen’ Eltern-Kind-Versorgung?
* IK-Komponenten sind beispielsweise Daten, Dokumente, Nachrichten, Register, Einstufungen (z.B.: In Risikogruppen), Überweisungen, Nachweise/Bestätigungen, Benachrichtigungen, Abrechnungen, Formen medialer Verbreitung, Übermittlungen/Transfers, Interaktionen, Algorithmen und zugehörige Informationssysteme
Methoden:
Ad 1 und 2:
- Identifikation von potentiellen Aktivitäten bzw. Inhalten einer ‚neuen’ Eltern-Kind-Vorsorge auf Basis der Vorarbeiten (Projektberichte I-IV),
- (Systematische) Literatursuche zu nationalen und internationalen elektronisch umgesetzten Eltern-Kind-Vorsorge-Initiativen und deren Beschreibung (Ziele, elektronische Umsetzung, Periode (Schwangerschaft/ Geburt/ Kindheit bis zum Schuleintritt), eingesetzte Dokumente (Anamnesedokumentation, Laborwerte), einzelne Leistungen (Ultraschalluntersuchungen, Beratung, diagnostische Tests), Interaktionen (Eingabemodus, Nutzer))
- Identifikation von wesentlichen Aktivitäten und Inhalten einer ‚neuen’ Eltern-Kind-Vorsorge, interner Workshop
Ad 3: Darstellung von IK-Komponenten der ‚neuen’ Eltern-Kind-Vorsorge; Analyse von Anwendungsfällen, Aktivitäten
Ad 4: Beschreibung der ELGA Rahmenbedingungen in Österreich anhand von
- Dokumenten (Gesetze etc.),
- Kontaktaufnahme mit ExpertInnen (ELGA),
- ggfs. Erfahrungen von Österreichischen Modellprojekten
Ad 5 und 6:
- Ausblick auf Umsetzungsmöglichkeiten, deren Grenzen, notwendige Rahmenbedingen und Alternativen auf Basis von 1-4
Zeitplan/Meilensteine:
5/2011: Definition des Studienprotokolls
6/2011: Literaturrecherchen, Literaturauswahl, interner Workshop zu Aktivitäten und Inhalten der Eltern-Kind-Vorsorge neu, externer Kontakt zu ELGA-ExpertInnen
7/2011: Darstellung des Hintergrunds, Beschreibung der Modellprojekte
8/2011: Aufschlüsselung elektronischer Eltern-Kind-Initiativen nach Aktivitäten und Inhalten und deren Darstellung
9/2011: Identifikation und Darstellung von Informationsverarbeitungskomponenten und Kommunikationskomponenten in wesentlichen Aktivitäten (und Inhalten) der Eltern-Kind-Vorsorge
10/2011: Verfassung des Projektberichts zu Fragen 1-6
11/2011: externer Review zu Teil 1
12/2011: Überarbeitung, Finalisierung des Projektberichts Teil 1















