
- Aktuelles
- Newsletter
- Newsletter Oktober 2014 | Nr. 131
- Evidenz-basierte Risikokommunikation
Evidenz-basierte Risikokommunikation
Ein Leitfaden der FDA (USA)
Oft folgt die Präsentation wissenschaftlicher Forschungsergebnisse allerdings eher theoretisch- akademischen Interessen als den tatsächlichen Informationsbedarf unter Alltagsbedingungen zu berücksichtigen. Unter dem Begriff Risikokommunikation subsummiert, geht ein von der US-amerikanische „Food and Drug Administration“ (FDA) publizierter Benutzerleitfaden daher der Frage nach, wie evidenzbasierte Informationen kommuniziert werden können, um best mögliche Entscheidungen zu erleichtern.
In insgesamt 22 Kapiteln werden relevante Fragen und Ziele, die mit Risikokommunikation vergesellschaftet sind, abgehandelt. Nach einer Einleitung zu Zielen, Evaluation und der zu verwendenden Sprache, befassen sich die AutorInnen zunächst mit den zugrundeliegenden Prozessen. Definitionen von adäquater Kommunikation werden ebenso wie die Darstellung quantitativer als auch qualitativer Daten besprochen. Fragen zum Design von Kommunikationsstrategien berücksichtigen etwa inwiefern Warnhinweise gestaltet werden sollen, um effektiv zu sein, oder wie partizipative Entscheidungsfindungsprozesse ausgestaltet sein sollten. Die letzten Kapitel zur Implementierung von evidenz-basierter Kommunikation berücksichtigen nicht nur den (institutionellen) Blickwinkel der FDA, sondern beinhalten auch Empfehlungen für effektive Risikokommunikation direkt von Anwendern diverser Strategien.
Aufgrund der übersichtlichen Gliederung stellt dieser Leitfaden damit eine interessante Lektüre für Organisationen dar, die ihre eigenen Kommunikationsstrategien planen oder verbessern wollen. AN
FDA/ US 2011: Communicating risks and benefits: An evidence-based user's guide. http://www.fda.gov/downloads/AboutFDA/ReportsManualsForms/Reports/UCM268069.pdf














