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- Newsletter September/Oktober 2026 | Nr. 250
- Schwedisches HTA-Institut bündelt Evidenz zu Post-COVID
Schwedisches HTA-Institut bündelt Evidenz zu Post-COVID
Die interaktive Evidenzlandkarte wird laufend aktualisiert und umfasst derzeit 105 Publikationen auf Basis von 102 randomisierten Studien. Berücksichtigt werden ausschließlich methodisch belastbare Studien mit niedrigem oder moderatem Verzerrungsrisiko. Die Evidenz kann nach Interventionsart, Endpunkten, Altersgruppen, Versorgungssetting und Risk of Bias gefiltert werden. Zu beachten ist, dass sich die eingeschlossenen Studien hinsichtlich Interventionen, Endpunkten und Studienpopulationen teilweise deutlich unterscheiden und daher nur eingeschränkt vergleichbar sind. Zudem liegen die Nachbeobachtungszeiträume meist bei maximal drei Monaten, sodass Aussagen zu langfristigen Effekten derzeit begrenzt bleiben.
Darüber hinaus erstellte das SBU einen Bericht, der systematische Übersichtsarbeiten (Systematic Reviews) zu Fragestellungen zusammenfasst, die für die Versorgung von Menschen mit Post-COVID von besonderer Relevanz sind. Der Report beinhaltet zwölf Übersichtsarbeiten, die verschiedene Forschungsfragen behandeln, darunter die:
- Pathophysiologie (zugrunde liegende Krankheitsmechanismen) und Häufigkeit (Prävalenz) von Post-COVID,
- Symptomatik der Erkrankung,
- belastungsinduzierte Symptomverschlechterung (Post-Exertional Malaise, PEM),
- Lebensqualität der Betroffenen,
- Erfahrungen von Patient:innen sowie von Gesundheitsfachkräften,
- Interventionen und Ansätze zur Unterstützung der Rückkehr ins Arbeitsleben.
Für diesen Bericht wurden aus einer Vielzahl potenziell relevanter Übersichtsarbeiten die wichtigsten ausgewählt. Die Auswahl erfolgte gemeinsam mit wissenschaftlichen Expert:innen sowie der Projektgruppe der schwedischen Gesundheitsbehörde. Anschließend bewertete das SBU die methodische Qualität der Arbeiten und prüfte, wie stark mögliche Verzerrungen (Risk of Bias) die Ergebnisse beeinflusst haben könnten. So lässt sich besser einschätzen, wie verlässlich die wissenschaftlichen Erkenntnisse für die Versorgung, Rehabilitation und Unterstützung von Menschen mit Post-COVID sind.
Fazit: Auch wenn die derzeitige Studienlage viele Fragen noch nicht eindeutig beantworten kann, bieten die laufenden Arbeiten des SBU einen hilfreichen Überblick über die wachsenden wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Behandlung und Rehabilitation bei Post-COVID.
SBU (2026): Evidence reports on post-COVID condition. https://www.sbu.se/en/publications/sbu-bereder/evidence-reports-on-post-covid-condition/
SBU (2026): Interactive map of primary studies on post-COVID















