
- Aktuelles
- Newsletter
- Newsletter Oktober 2025 | Nr. 241
- D: Wirksamkeit von digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGAs) auf dem Prüfstand
D: Wirksamkeit von digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGAs) auf dem Prüfstand
Die systematische Übersichtsarbeit analysierte alle 23 DiGA-Zulassungsstudien, die bis März 2024 verfügbar waren. Die zwischen 2012 und 2022 durchgeführten Studien umfassten 56 bis 1245 Teilnehmer:innen und überblickten eine Interventionsdauer von 1,5 bis 12 Monaten. Die Abbruchquoten lagen im Durchschnitt bei 21,7 Prozent in der Interventions- und bei 11,8 Prozent in der Kontrollgruppe.
Die meisten Studien (13/23) konzentrierten sich auf primäre Endpunkte im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen, eine befasste sich mit den patient:innenrelevanten Verbesserungen von Strukturen und Prozessen. Alle berichteten über signifikante mittlere bis große Effekte, aber das Risiko für Verzerrungen war hoch, insbesondere bei der Ergebnismessung (21/23) und aufgrund fehlender Daten (15/23).
Fazit: Die Ergebnisse des systematischen Reviews geben laut Ansicht der Autor:innen Anlass zu Bedenken hinsichtlich der Robustheit der Evidenz, die derzeit die Wirksamkeit von DiGAs stützt. Sie empfehlen eine Überarbeitung des DiGA-Zulassungsverfahrens, um die Studienqualität zu verbessern.
Sippli K, Deckert S, Schmitt J, Scheibe M. Healthcare effects and evidence robustness of reimbursable digital health applications in Germany: a systematic review. npj Digital Medicine. 2025;8(1):495. https://www.nature.com/articles/s41746-025-01879-6.















