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- Newsletter Juli/August 2026 | Nr. 249
- Elektrostimulation bei neurologisch bedingten Schluckstörungen
Elektrostimulation bei neurologisch bedingten Schluckstörungen
Nach einer systematischen Literaturrecherche und einer ergänzenden Handsuche wurden 13 randomisierte kontrollierte Studien sowie eine Fallserie eingeschlossen. Diese liefern insgesamt noch unsichere Ergebnisse, deuten aber darauf hin, dass PES als Ergänzung zur üblichen Behandlung die Schluckfunktion verbessern kann.
Ein wesentlicher Vorteil zeigte sich insbesondere bei Schlaganfallpatient:innen mit einem Luftröhrenschnitt (Tracheostoma): Hier konnte die Therapie dazu beitragen, dass der eingesetzte Schlauch schneller entfernt werden konnte. Bei anderen wichtigen Aspekten – wie die Lebensqualität oder die Dauer des Krankenhausaufenthaltes – gibt es bisher keine eindeutigen Belege für eine Verbesserung. Die Behandlung gilt als sicher. Es wurden nur seltene und vorübergehende Komplikationen berichtet, etwa ein leichtes Missempfinden im Rachen während der Stimulation.
Dennoch bleibt festzuhalten, dass die Wirksamkeit von PES bei chronisch-fortschreitendenden neurologischen Erkrankungen aufgrund der aktuellen Datenlage weiterhin unklar ist. Methodische Einschränkungen in den bisherigen Studien, wie etwa kleine Stichproben und häufig fehlende Verblindung, begrenzen die Aussagekraft der Ergebnisse.
Fazit: Die Elektrostimulation des Rachens (PES) ist ein vielversprechender Ansatz, vor allem zur Unterstützung der Entfernung eines Luftröhrenschlauchs bei Schlaganfallpatient:innen. Um den tatsächlichen Nutzen besser beurteilen zu können, braucht es jedoch weitere hochwertige Studien – insbesondere zu langfristigen Effekten und unterschiedlichen Patient:innengruppen.
AIHTA: Scott, A., Gassner, L., Nicolopoulos, K. und Goetz, G. (2026): Pharyngeale Elektrostimulation (PES) zur Behandlung von Dysphagie. Decision Support Document 147. https://eprints.aihta.at/1614/















