
Projektleitung: Christian Ernst Heinrich Boehler
Autor:innen: Christian Ernst Heinrich Boehler, Sarah Wolf
Publikation: Dezember 2020
Sprache: Englisch (mit deutscher Zusammenfassung)
Lungenkrebs ist die vierthäufigste Krebsdiagnose in der Europäischen Union. Zu den Risikofaktoren für Lungenkrebs gehören insbesondere das Rauchen, eine familiäre Vorgeschichte von Lungenkrebs, eine idiopathische Lungenfibrose, eine chronische obstruktive Lungenerkrankung (COPD) sowie eine berufliche bzw. umweltbedingte Schadstoffexposition (z.B. Radon, Asbest oder Feinstaub). Für das Lungenkrebsscreening kann eine Niedrigdosis-Computertomographie (Low-Dose-CT [LDCT]) eingesetzt werden, welche zunehmend in der klinischen Routinepraxis angeboten wird. Die vorliegende Evidenz zeigt, dass das Lungenkrebsscreening mit einer LDCT bei (ehemaligen) starken Raucher*innen wahrscheinlich zu einer Reduktion der Lungenkrebsmortalität, aber nur zu einem geringen oder keinem Unterschied in der Gesamtmortalität - im Vergleich zu keinem Screening - führt.