
Projektleitung: Jule Anna Pleyer
Autor:innen: Jule Anna Pleyer, Romy Schönegger
Dauer: Q1 bis Q3 2026
Sprache: Englisch (mit deutscher Zusammenfassung)
Die Nutzung sozialer Medien ist für Kinder und Jugendliche sowohl mit Vor- als auch mit Nachteilen verbunden. Um den negativen Auswirkungen entgegenzuwirken, werden in immer mehr Ländern verschiedene Maßnahmen diskutiert und umgesetzt. Dazu gehören Verbote und Einschränkungen hinsichtlich des Alters, der Nutzungszeiten, Funktionen oder Inhalte auf politischer Ebene sowie Bildungsprogramme, insbesondere im schulischen Umfeld, und gesellschaftliche Maßnahmen zur Förderung der digitalen Kompetenz (z. B. Elternschulungen, gemeindebasierte Aktivitäten).
Derzeit ist die Evidenz zu Maßnahmen zur Einschränkung der Nutzung sozialer Medien durch Kinder und Jugendliche begrenzt. Zwar liegen erste Forschungsergebnisse zu schulischen Interventionen vor, doch gibt es kaum bis gar keine Untersuchungen, die das Spektrum der bestehenden Maßnahmen erfassen oder deren Ergebnisse sowie die damit verbundenen ethischen Aspekte bewerten.
Das AIHTA wurde beauftragt, die verfügbaren Erkenntnisse aus ausgewählten Ländern systematisch zusammenzufassen und eine umfassende, evidenzbasierte Entscheidungshilfe für die österreichische Gesundheitspolitik bereitzustellen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welche regulatorischen und Bildungsmaßnahmen geeignet sind, um die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu schützen und schädliche Auswirkungen zu mindern. Die Ergebnisse sollen sowohl in die wissenschaftliche als auch in die öffentliche Debatte einfließen und die aktuelle Evidenzbasis systematisch abbilden.