Risikobasiertes Brustkrebs-Screening in Österreich

Eine Systematische Analyse der Vorhersagemodelle zur Erfassung des individuellen Brustkrebsrisikos, deren Nutzen und Anwendbarkeit im Brustkrebs-Screening-Programm

Projektleitung: Irmgard Fruehwirth
Autor:innen: Irmgard Fruehwirth, Sarah Wolf
Publikation: August 2022
Sprache: Deutsch (mit englischer Zusammenfassung)

Brustkrebs-Screening-Programme haben das Ziel, Krebsdiagnosen früher stellen zu können und in Folge chirurgische Therapien wie eine Mastektomie bzw. Brustkrebstodesfälle zu reduzieren. Screening (Mammographie) birgt jedoch auch Risiken, z.B. falsch-negativen Ergebnisse oder falsch-positive Brustkrebs-Verdachtsfälle, die in unnötigen Diagnostikverfahren (Biopsien) und Therapien resultieren können und belastend für die Patientinnen sind. Im Vergleich zum herkömmlichen altersbasierten Brustkrebs-Screening werden beim risikobasierten Screening mehrere Risikofaktoren berücksichtigt. Brustkrebs soll dadurch gleich gut oder früher entdeckt und mögliche Nachteile des altersbasierten Screenings reduziert werden, etwa durch risikobasierte Screening-Empfehlungen – seltenere Mammographien bei Frauen mit geringem Brustkrebsrisiko. Vor diesem Hintergrund war es das Ziel des vorliegenden Berichts, die Qualität der Risikoprognose von identifizierten Risikovorhersagemodellen und deren Wirksamkeit in einem risikobasierten Screening-Programm zu untersuchen. Darüber hinaus wurden organisatorische Voraussetzungen für die Einführung eines risikobasierten Screening-Programms zusammengefasst.

 

AIHTA Projektbericht Nr. 145