Bildgesteuerte Infiltrationen bei der Behandlung chronischer Wirbelsäulenschmerzen

Ein Überblick über evidenzbasierte Leitlinienempfehlungen unter besonderer Berücksichtigung der unterschiedlichen Bildgebungsmöglichkeiten

Projektleitung: Gregor Goetz
Autor:innen: Mirjana Huic (first author; HTA/EBM Center, Croatia) Gregor Goetz (second author; AIHTA)
Publikation: November 2023
Sprache: Englisch (mit deutscher Zusammenfassung) 

Wir untersuchten internationale, evidenzbasierte Leitlinien bzgl. der Anwendung einer Infiltration sowie der Rolle unterschiedlicher Bildgebungen. Zehn Leitlinien erfüllten die Einschlusskriterien: Sieben bzw. fünf enthielten Empfehlungen zu epiduralen Injektionen bei vier Indikationen (axiale diskogene Schmerzen, Bandscheibenvorfall, Spinalkanalstenose, postoperatives Syndrom) bzw. zu Facettengelenkinjektionen bei einer Indikation (axiale Facettengelenkschmerzen). Die Mehrzahl der Leitlinien bezogen sich auf die Lendenwirbelsäule. Nur drei Leitlinien zu epiduralen Injektionen und vier zu Facettengelenksinjektionen enthielten Empfehlungen zu bildgebenden Verfahren. Während evidenzbasierte Leitlinien Injektionen unter Bildgebung in manchen Indikationen (Bandscheibenvorfall, postoperatives Syndrom) als Behandlungsoptionen empfahlen, gab es auch Indikationen (axialer diskogener Schmerz, Spinalkanalstenose und axiale Facettengelenkschmerzen) mit insgesamt uneindeutigen und teilweise widersprüchlichen Leitlinienempfehlungen. Keine der Leitlinien sprach eine klare Empfehlung für oder gegen ein bestimmtes bildgebendes Verfahren aus.

 

AIHTA Projektbericht Nr. 156