
Projektbericht: Michal Stanak
Autor:innen: Michal Stanak, Michaela Riegelnegg
Publikation: Oktober 2025
Sprache: Englisch (mit deutscher Zusammenfassung)
Telemonitoring bei Herzinsuffizienz (HI) erfasst Patient:innendaten wie Körpergewicht, Blutdruck und Herzfrequenz über mobile Anwendungen zur Ergänzung pflegegeleiteter Disease-Management-Programme (DMPs). In Österreich sind DMPs für HI-Patient:innen bereits im Einsatz, wobei Telemonitoring regional unterschiedlich implementiert ist. Ziel war die systematische Bewertung der Wirksamkeit und Sicherheit von nicht-invasivem Telemonitoring zusätzlich zu DMPs im Vergleich zu DMPs ohne Telemonitoring bei HI-Patient:innen nach Krankenhausentlassung sowie die Entwicklung eines Evaluationskonzepts für digitale Gesundheitstechnologien (DHTs) in österreichischen DMPs. Eine systematische Literatursuche in vier Datenbanken (1.351 Treffer) identifizierte drei randomisierte kontrollierte Studien (2007–2015) mit insgesamt 527 Patient:innen (ca. 189 HI-Patient:innen in Telemonitoring + DMP-Gruppen, Vertrauenswürdigkeit der Evidenz: vorwiegend moderat). Bezüglich der Wirksamkeit zeigte sich eine statistisch signifikante Reduktion der HI-bedingten Rehospitalisierung sowie eine Verbesserung der Lebensqualität (MLWHFQ) in einer anderen Studie. Alle drei Studien fanden keine signifikanten Unterschiede für Gesamtmortalität und Rehospitalisierung aller Ursachen. Zur Sicherheit wurden keine Daten berichtet. Für österreichische DHTs in DMPs wurde basierend unter anderem auf dem ASSESS-DHT-Manual ein Evaluationskonzept entwickelt, das kontrollierte Studien (z. B. Cluster-RCT) mit den Endpunkten HI-Mortalität und Lebensqualität empfiehlt. Die verfügbare Evidenz weist Limitationen auf: fehlende statistische Präzision, Daten zur Kosteneffektivität sowie kleine Stichproben.