
Projektleitung: Judit Erdös
Autor:innen: Judit Erdös, Lena Grabenhofer
Publikation: Februar 2026
Sprache: Englisch (mit deutscher Zusammenfassung)
Künstliche Intelligenz (KI) wird in der diagnostischen Bildgebung zunehmend eingesetzt, um die Befundung zu unterstützen, Untersuchungen zu priorisieren und klinische Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten. Angesichts steigender Untersuchungszahlen und begrenzter personeller Ressourcen werden KI-gestützte digitale Gesundheitstechnologien (DHTs) als potenzielle Entlastung radiologischer Versorgungsstrukturen diskutiert.
Ziel dieser Arbeit war die Identifikation und Priorisierung relevanter KI-gestützter DHTs für österreichische Krankenhäuser sowie die systematische Bewertung der priorisierten Anwendung hinsichtlich klinischer Wirksamkeit, organisatorischer Auswirkungen und Ressourcenimplikationen. Nach einer stakeholder:innenbasierten Priorisierung wurde eine KI-gestützte Anwendung zur Analyse von Thorax-Röntgenaufnahmen bei Verdacht auf Lungenkrebs ausgewählt. Die Evidenzbasis umfasste drei Health Technology Assessments und zwei zusätzliche Primärstudien. Patient:innenrelevante klinische Endpunkte wurden nicht berichtet; die Evidenz zu diagnostischer Leistung, organisatorischen Effekten und Kosten war begrenzt.