
Projektleitung: Lena Grabenhofer
Autor:innen: Lena Grabenhofer, Doris Giess, Eleen Rothschedl
Laufzeit: Q1 bis Q3 2026
Sprache: Englisch (mit deutscher Zusammenfassung)
Bei Endometriose handelt es sich um eine gutartige, chronische entzündliche Erkrankung, bei der sich gebärmutterähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter ansiedelt. Zu den häufigsten Symptomen zählen starke Schmerzen, insbesondere während der Menstruation, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sowie Unfruchtbarkeit. In Österreich sind 6,4 % der menstruierenden Personen im Alter von 14 bis 60 Jahren von Endometriose betroffen, davon etwa zwei Drittel vor der Menopause. Zusätzlich besteht bei weiteren 4,4 % der Verdacht, von Endometriose betroffen zu sein. Die tatsächliche Prävalenz dürfte allerdings aufgrund der hohen Dunkelziffer von bis zu 300.000 Betroffenen unterschätzt sein.
Eine vollständige Heilung der Endometriose ist derzeit nicht möglich, da die genaue Ursache der Erkrankung nicht bekannt ist. Therapeutische Maßnahmen zielen daher auf die Linderung der Beschwerden und die Verbesserung der Lebensqualität ab. Die Wahl der Behandlung richtet sich nach der individuellen Situation der Betroffenen, insbesondere danach, ob Schmerzen, ein unerfüllter Kinderwunsch oder beide Aspekte im Vordergrund stehen. Zu den möglichen Therapieoptionen zählen die medikamentöse Schmerztherapie, hormonelle Behandlungen sowie operative Eingriffe, wobei die genannten Optionen einzeln oder in Kombination angewendet werden können.
Das AIHTA wurde beauftragt, aktuelle internationale Leitlinienempfehlungen und Versorgungspfade zu erfassen und daraus evidenzbasierte Empfehlungen sowie deren Bewertung im Hinblick auf die Versorgungsrealität in Wien abzuleiten.