
Projektleitung: Nicole Grössmann-Waniek
Autorin: Nicole Grössmann-Waniek
Publikation: Juli 2020
Sprache: Deutsch
Seit den 90er Jahren findet das bildgebende Verfahren Positronen-Emissions-Tomographie (PET) weite Verbreitung. In den letzten Jahren wurde kaum eine andere Technologie wie die PET-Diagnostik derart häufig mittels eines Health Technology Assessment untersucht. Ziel des hier vorgelegten Updates war es onkologische Indikationen zu identifizieren, bei welchen eine Anwendung von PET/PET-CT von relevanten Fachgesellschaften und in evidenz-basierten Leitlinien empfohlen bzw. explizit nicht empfohlen wird. Hierfür wurde eine umfassende Handsuche in Leitliniendatenbanken, Websites sowie Datenbanken von nationalen und supranationalen Fachgesellschaften durchgeführt. Insgesamt wurden 37 evidenzbasierte Leitlinien bezüglich des Einsatzes von PET bei onkologischen Indikationen identifiziert. Von den 25 untersuchten onkologischen Indikationen konnte für vier eine Empfehlung für den Einsatz von PET abgegeben werden und im Falle von weiteren acht eine eingeschränkte Empfehlung. Im Gegensatz dazu wurde für sechs Indikationen keine Evidenz zugunsten von PET-Untersuchungen identifiziert und bei sieben Indikationsbereichen lag keine, zu wenig oder vor allem kontroverse Evidenz vor. Die Gesamtempfehlungen des vorliegenden Updates weisen in den wenigsten Fällen auf einen Nutzen von PET als Primär- bzw. Standarddiagnostik hin. Im Allgemeinen kann die hier zusammengefasste Evidenz von Leitlinien als Anhaltspunkt für Evaluierungen bedarfsgerechter Leistungserbringung österreichischer Krankenhäuser dienen.