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Amivantamab plus Lazertinib versus Osimertinib plus Chemotherapie zur Erstlinienbehandlung von fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs

Eine aktuelle AIHTA-Bewertung zeigt derzeit keinen gesicherten klinischen Vorteil von Amivantamab plus Lazertinib gegenüber Osimertinib plus Chemotherapie bei fortgeschrittenem NSCLC mit häufigen EGFR-Mutationen. Gleichzeitig ist die Therapie mit höheren Kosten und zusätzlichen organisatorischen Anforderungen verbunden.

Waage mit Arzneimitteln und Laborgeräten auf beiden Seiten.

Das AIHTA bewertete die klinischen, gesundheitsökonomischen und organisatorischen Auswirkungen von Amivantamab plus Lazertinib im Vergleich zu Osimertinib plus platinbasierter Chemotherapie zur Erstlinienbehandlung des fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) mit häufigen EGFR-Mutationen.

Die verfügbare Evidenz zeigt derzeit keinen gesicherten klinischen Vorteil von Amivantamab plus Lazertinib gegenüber Osimertinib plus Chemotherapie. Obwohl die Häufigkeit schwerwiegender Nebenwirkungen bei beiden Behandlungsregimen insgesamt ähnlich ist, unterscheiden sich die Arten der Nebenwirkungen deutlich. Die Kombination aus Amivantamab und Lazertinib geht vor allem mit Hautreaktionen und venösen Thromboembolien (Blutgerinnseln in den Venen) einher, während bei Osimertinib plus Chemotherapie vor allem eine verminderte Bildung von Blutzellen im Knochenmark auftritt, was das Risiko für Infektionen, Müdigkeit und Blutungen erhöhen kann.

Gleichzeitig ist Amivantamab plus Lazertinib mit höheren Kosten und zusätzlichen organisatorischen Anforderungen verbunden. Die subkutane Formulierung von Amivantamab reduziert zwar den Aufwand der Verabreichung, die Anforderungen an Monitoring und Supportivtherapie bleiben jedoch weitgehend bestehen. Die Evidenzbasis ist jedoch aufgrund fehlender direkter Vergleichsstudien weiterhin mit Unsicherheit behaftet.

AIHTA Projektbericht Nr. 184