Soziale Medien sind im Alltag von Kindern und Jugendlichen fest verankert. International besteht Sorge über mögliche negative Auswirkungen auf psychische Gesundheit, Schlaf, Wohlbefinden und soziale Entwicklung.
Das AIHTA hat untersucht, welche Maßnahmen ausgewählte Länder zum Schutz von Kindern und Jugendlichen eingeführt oder vorgesehen haben, welche wissenschaftliche Evidenz zu deren Nutzen und Risiken vorliegt, und welche ethischen Implikationen sich daraus ergeben. Eingeschlossen waren dabei altersbasierte Zugangsbeschränkungen, partielle Einschränkungen von Plattformfunktionen, Inhalten und Zeiten sowie familien- und bildungsbasierte Maßnahmen.
Die zentrale Erkenntnis lautet: Die derzeitige Evidenz kann die Wirksamkeit eines bestimmten regulatorischen Ansatzes weder zuverlässig bestätigen noch ausschließen. Das Fehlen belastbarer Evidenz verschiebt somit die Begründungslast auf ethisch-normative Argumente. Die potenzielle Wirksamkeit setzt zudem eine erfolgreiche Umsetzung, insbesondere eine zuverlässige Altersüberprüfung, voraus. Öffentliche Kommunikationskampagnen für Kinder, Jugendliche und Erziehungsberechtigte sowie ein unabhängiger, im Vorfeld festgelegter Evaluationsrahmen sollten die Umsetzung begleiten.
